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Sonntagsspaziergang für Main Post Kitzingen, 21. September 2018

In stürmischen Zeiten

 

Wettermäßig war in den Sommerferien bei unserer Jugendfreizeit auf der Insel Sylt alles geboten: Schwülwarme Tage am Strand, typisches Nordseewetter mit plötzlichen Schauern und auch ein richtig stürmischer Tag.

Als wir an diesem Abend, an dem wir tagsüber das stürmische Meer in seiner ganzen Wucht erlebt haben, zu unseren Gute-Nacht-Gedanken zusammen gekommen sind, hat uns Jugendleiterin Aneka Nowack aus Ochsenfurt diese Gedanken von der „Sturmstillung Jesu“ weitergegeben. „Jeder von uns hat seine eigenen Stürme, die drohen, uns in die peitschende Flut zu treiben. Da denke ich zum Beispiel an Tage, an denen ich beschimpft wurde und mir einfach die Stille zurück wünsche. Oder wenn ich mir die Schuld für etwas gebe und die innere Stimme nicht aufhört den Fehler immer wieder neu an das Deck zu spülen. In diesen Stürmen der Gefühle hilft mir der Glaube an etwas, eine Planke in den tosenden Wellen, die mich vorm ertrinken rettet. Das kann eine Umarmung von einem Freund sein, eine Decke in der Kälte oder in der Einsamkeit Gott, der immer für dich da ist, wenn du zu ertrinken drohst. Denke an ihn! Glaube an ihn! Du wirst sehen, dass der Sturm leiser wird, wenn du dich auf ihn konzentrierst. Gott ist der Leuchtturm, der dich leiten wird. Das, was bleibt, ist der warme Sonnenschein neben immer kleiner werdenden Wolken.“

Als sich dann - fast wie über Nacht - das Meer wieder in eine ruhige See verwandelt hat, ist uns der Gedanke von Aneka, dass Gott wie ein Leuchtturm ist, besonders eindrücklich geblieben. So ist Gott. Er ist dennoch verlässlich da und gibt uns zu verstehen: „Vergiss nicht, es gibt noch mein Licht.“

Auch wenn es bei uns in dieser Woche am Nachmittag noch spätsommerlich warm gewesen ist - es ist gut, diese Zuversicht für alle kommenden äußeren stürmischen Zeiten mitzunehmen, die der 93. Psalm einmal in seiner unbändigen Hoffnung so ausgesprochen hat. Dort heißt es nüchtern und trotzig, realistisch und zuversichtlich zugleich: „Die Wasserwogen im Meer sind groß und brausen mächtig, aber Gott in der Höhe ist noch größer“ (vgl. Psalm 93,3-4).

 

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